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Nachruf Prof. Lux

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ProfLux

Prof. Dipl.-Ing. Alexander Lux                                                         

geb. 6.12.1952   verst. 2.11.2019

 

Es ist sehr schwer, tröstende Worte zu finden, wenn sich ein Mensch, der einen Teil unseres Weges mit begleitet hat, für immer verabschiedet.

Mit Betroffenheit haben wir leider erst Anfang Februar die Nachricht erfahren, dass Prof. Lux bereits am 02.11.2019 verstorben ist. Ein schmerzlicher Verlust insbesondere für seine Gattin und seine Tochter, denen wir auf diesem Wege unser tief empfundenes Beileid aussprechen möchten.

Auch uns Freunde des Fernsehturm Dresden e.V. hat der Tod von Prof. Lux sehr getroffen, denn er hat zu den Visionen des Vereines zur Nachnutzung des Dresdener Fernsehturmes mit den Studierenden des Studiengangs Architektur an der HTW visualisierbare Gestaltungsvarianten entwickelt.

Sein Blick als erfahrener Hochschullehrer ging weit über die Bauaufgaben eines Architekten wie Wohnen, Gewerbe, Verwaltung und Bildung hinaus. Die Studierenden wurden mit städtebaulichen, architektonischen, technischen und funktionalen Herausforderungen konfrontiert, für die es zwar Vorbilder, aber nie Standardlösungen gab, wie u.a.: eine multifunktionale Markthalle neben dem Hauptbahnhof in Dresden mit vergleichbaren Dimensionen der Bahnhofshalle als Ort pulsierenden urbanen Lebens, Kreuzfahrtschiffe mit hohen inneren Erschließungs- und Aufenthaltsqualitäten für das Mittelmeer, dazugehörige „docking stations“, die als städtebauliche Akzente und funktionale Knotenpunkte eine Bereicherung für die Orte auf der Landseite darstellten, ein großes Kulturzentrum mit mehreren Bühnen in einem Park in Asien. Für Dresdner Studierende eröffneten sich dadurch auch Dimensionen von Metropolen und fernen Landschaften sowie Kulturen – unverzichtbar als Horizonterweiterung in einem eher provinziellen alltäglichen Lebens- und Studienumfeld.

Vor 5 Jahren hat der Verein über Frau Prof. Pepchinski und den Rektor der HTW Prof. Dr. Stenzel den direkten Kontakt zu ihm bekommen. Wir haben ihm von unserem Vorhaben des FST Dresden berichtet, ihm das Exposé und einen Vorhabenkomplex zur Verfügung gestellt. Trotz seiner ruhigen besonnenen Art war er begeistert davon und hat an seine Studenten den Auftrag zum Studien-entwurf des Mastersemesters 2015/16 gegeben. Für unseren Verein war es ein großer Qualitäts-sprung jetzt auch in der Öffentlichkeit und besonders bei den Politkern und der Telekom mit seiner Hilfe Beachtung zu finden. Auch wenn es studentische Visionen sind, haben sie uns wertvolle Hilfe für unsere Agitationen in der Öffentlichkeit gegeben. Gern würden wir gerade die aktuelle Situation auch mit ihm – Prof. Alexander Lux – heute diskutieren wollen.

Unter www.prof-lux.de hat er wesentliche Projekte, an deren Entwicklung er in seiner Zeit als Hochschullehrer der HTW mitgewirkt hat, in Piktogrammen zusammengestellt. Eine Zusammenstellung mit einer beachtlichen Zahl von ca. 40 Arbeiten. Eine sticht dabei besonders heraus, der Dresdner Fernsehturm. Mit 5 Bilder bei 54 Abbildungen ist dieser in der Übersicht vertreten. Ein Zeichen, dass sich Prof. Lux mit diesem Projekt in besonderem Maße auseinandergesetzt und identifiziert hat. Dafür sind wir ihm sehr dankbar.

Das Modell vom Fernsehturm (Studentenarbeit), welches er bei seinem Abschied von der HTW Vertretern des Vereins überreichte, wird uns immer an ihn erinnern und sicher weiterhin noch nützliche Dienste auch in seinem Sinne leisten.

Ob die Entwürfe der Studierenden zu einem SienceCenter am Dresdner Fernsehturm mit derartigen Dimensionen tragfähig sind und wie alternative Lösungen aussehen, die auf die Ortsspezifik reagieren und Ziele wirtschaftlicher und ökologischer Nachhaltigkeit erfüllen, darüber wurde immer wieder heiß gestritten. Bestehende landschaftliche Qualitäten zu berücksichtigen, im Freiraum die enge Verzahnung zwischen Städtebau und Hochbau zu suchen bzw. innovativ weiterzuentwickeln, das führte zu fruchtbaren Diskussionen und spannenden disziplinübergreifenden Lösungen im Betreuungs- und Entwurfsprozess an der HTW Dresden. Es war für uns eine besondere Herausforderung bei der Beratung der Studierenden und ein inspirierendes kollegiales Erlebnis in der Zusammenarbeit mit Alexander Lux.

 

In Erinnerung und stiller Trauer

Die Freunde des Fernsehturm e.V.

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