Komplex „TELEVERSUM“ – Fernsehturm Dresden

Komplex „TELEVERSUM“

Bestehend aus

  1. Fernsehturm
  2. Televersum
  3. Seilbahn
  4. Erlebnisgarten

 

zu 1. – Fernsehturm

Die Wiedereröffnung des Turmcafés und der Aussichtsplattform hat das Primat. Dazu wird eine unabhängige, objektive Machbarkeitsstudie von der Staatskanzlei Sachsen SM Dr. Jaeckel, der Stadt Dresden (OB Hilbert) und der Telekom (DFMG Herr Zahn) einschließlich Finanzierung in Auftrag gegeben. (Pressekonferenz am 4.7.2016). Neue Brandschutzverfahren sowie Vergleiche zum Stuttgarter FST lassen den Schluss zu, bedeutend günstigere Investitionskosten (als 8,5 Mio. € lt. Telekom) zu erreichen. Trotzdem wird mit den Erlösen des Turmcafés und der Aussichtsplattform incl. Aufzugstickets keine Wirtschaftlichkeit erreicht werden können. Der Kaufvertrag mit der Telekom sollte eingesehen werden können und eine Aussage dazu beisteuern, inwieweit das Unternehmen zur Erhaltung der ursprünglichen Funktion des Turmes angehalten werden müsste. Dazu gehören das Turmcafé, die Aussichtsplattform, die Wirtschaftsräume, das Foyer und die Schnellaufzüge.

zu 2. – Televersum (Arbeitstitel)

Es existiert ein älteres Exposé (2007) im Auftrag der LH Dresden (Stadtplanungsamt) für ein „Innovatorium“ als „…ideelle räumliche Entfaltung der Kultur- und Kunststadt Dresden“, das 2007 für den Standort Ostragehege geschaffen wurde. Aus bekannten Gründen kam es nicht zur Verwirklichung dieses interessanten Vorhabens. Dresden hat sich in der Zwischenzeit immer mehr zum Kunst- und Wissenschaftszentrum entwickelt. Das betrifft die Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnik, die Biotechnologie, die Eliteuniversität (TU), die Institute der Fraunhofergesellschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, die Leibniz-Gemeinschaft (z. Bsp. Supratrans) sowie viele weitere wichtige Institutionen des Freistaates. Deshalb sollte die Schaffung eines Innovatoriums (Televersum) am Standort FST Wachwitz z.B. auf dem Gelände der „Fußgaststätte“ (Grundmauern noch vorhanden) ernsthaft geprüft werden. Im EXPOSE sind Vorschläge zur äußeren und inhaltlichen Gestaltung gegeben. Weitere Anregungen über die Architekturvisionen der HTW (Prof. Lux) und der Fa. KULT Objekt Dresden.

Als Vorbild könnte u.a. das Universum in Bremen gelten. Dort wird Wissenschaft körperlich erlebt (Telekom ist dort auch beteiligt). Auf populärwissenschaftliche Art wird dort an über 250 Exponaten „Mensch, Erde und Kosmos“ für die menschlichen Sinne vom Kind bis zum Erwachsenen spürbar gemacht und als nachhaltiges Erlebnis in Erinnerung bleiben (scientainment) (www.universum-bremen.de) Dieses „Universum“ hatte in den ersten 5 Jahren fast 2,5 Mio. Besucher und ist erfolgreich privat betrieben.  (Für weitere Projekte dieser Art ist Informationsmaterial vorhanden)

Ergänzt könnte das Fernsehturm- Projekt mit einem passenden Gastronomie-Konzept mit Aussichtsgaststätte, Tagungsräumen u. a. werden. Auch ein „Erlebnisgarten“ könnte eine Bereicherung des Außengeländes sein. Das Schönfelder Hochland bietet dafür auch günstige Möglichkeiten ohne wesentliche Beeinträchtigung der dortigen Anwohner, des Landschaftsschutzgebietes und der städtebaulichen Situation.

 

zu 3. – Seilbahn

Diese neue moderne touristische Attraktivität vom linkselbischen Ufer ist entscheidend für die Erschließung des Standortes FST. Bei einer professionellen Vermarktung aller Beteiligten Unternehmen könnten schätzungsweise 400 000 Besucher pro Jahr zu erwarten sein. Dieser Besucherstrom sollte möglichst vom Autoverkehr am Standort Fernsehturm ferngehalten werden. Als ideales urbanes Verkehrsmittel würde eine Seilbahn eine effektive Erschließung des Höhenstandortes FST bei kürzester Fahrzeit ermöglichen. Sie ist also nicht nur Transportmittel sondern steht auch  für Attraktivität an sich. Sie erfordert wenig Raum für Trasse und Stützen(nur 2) und kann relativ einfach in bestehende Stadtstrukturen eingeordnet werden. Sie steht für E.-Mobilität, erzeugt keine Abgase und ist behindertenfreundlich. Die Investitionskosten und Betriebskosten sind vergleichsweise gering. Erfahrungsgemäß amortisieren sich Seilbahnen in 5 bis 8 Jahren. (Beispiele Koblenz, Köln über den Rhein, Berlin 2017 IGA Wien über die Donau sowie weitere Beispiele)

Die Bodenstation wäre in Dresden Dobritz an der Kreuzung Salzburger-Pirnaer Landstraße oder Alttolkewitz  untersuchenswert (auch hochwassersicher). Die Bergstation wäre in Kombination mit dem FST und Televersum zu sehen. (Modell im Verein FST Dresden.) Natürlich bedarf es konkreter Untersuchungen aller Behörden u.a. hinsichtlich Naturschutz und Überfahrtsrechten. Die führenden Seilbahnhersteller Doppel Mayr und Leitner zeigen sich interessiert. Eine unverbindliche Ortsbesichtigung durch den Vertriebs- und Produktionsleiter von Doppelmayr erfolgte schon am 28.10.14 in Dresden, ein Angebot der Fa. Leitner liegt dem Verein vor.

 

Schlussbemerkung

Im Interesse unser Stadtentwicklung zu einer modernen Großstadt mit weltkulturellem Kern sollte dieser Vorschlag politisch und inhaltlich vertieft werden. Dazu muss ein ganzheitliches inhaltliches Konzept (Machbarkeitsstudie) mit einer Präsentation zur positiven Meinungsbildung in Auftrag gegeben werden. Auch sind weiterhin die Ansprechpartner aus Industrie und Gesellschaft für die Umsetzung zu gewinnen (Netzwerk Dresden, Dresden Concept, Gestaltungskommission Dresden, die Universitäten, die Forschungsinstitute usw.).

Für die Konzipierung der Erlebniszentren sind die Partner zuständig. Des Weiteren ist die Konzipierung kaufmännischer, infrastruktureller, gebäudetechnischer und technologischer Betreibermodelle notwendig. (Das Universum Bremen hat über 200 Arbeitsplätze geschaffen.) Für das Total Facility Management ist ein würdiger Partner zu finden. Studenten der HTW unter Prof. Lux haben im Wintersemester zehn „reale Visionen“ erarbeitet sowie die Fa. KULT Objekt (DD) einen Visionstrailer. Beides kann über die Website des Verein Fersehturm Dresden e.V. eingesehen werden. Die Vision ist die Wiedereröffnung zum 50. Jahrestag des Fernsehturmes im Oktober 2019.

Klaus Martin

Diplomwirtschaftler

Vorsitzender Beirat Fernsehturm Dresden

Dresden, 24.09.2016

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