Dissens zur Machbarkeitsstudie

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So, wie zur Übergabe der Machbarkeitsstudie auf dem Fernsehturm am 21.06.2017 vereinbart, haben wir das Werk in Vorbereitung weiterer angekündigter gemeinsamer Gespräche mit Vertretern der Telekom, dem Land Sachsen sowie der Stadt Dresden eingehend geprüft.

Die Machbarkeitsstudie sollte aus Sicht des Fernsehturm Dresden e.V. nochmals gemeinsam beraten und neu bewertet werden, da die jetzige Fassung fehlerbehaftet ist, in Teilen nicht neutral zu sein scheint und viele Aspekte unseres Exposés nicht oder nur unzureichend berücksichtigt.

Unsere Darstellungen dazu sind hier als PDF-Dokument abrufbar.
Mit Stand Oktober 2017 gibt es eine aktualisierte Ausarbeitung dazu.

Wir als Verein stehen weiteren Unterredungen und gemeinsamen Ansätzen für eine Wiederbelebung des Dresdner Fernsehturmes ergebnisoffen gegenüber und möchten den Turm nicht wieder nur als Wahlkampfthema sehen. Die Ansätze unserer Partnerstadt Hamburg sollten wir stärker in die eigenen Betrachtungen einbeziehen, ebenso die in Stuttgart beschrittene Lösungswege, welche uns zeigen, dass es durchaus machbar ist, einen solchen Turm wieder öffentlich zugänglich zu machen.

Die Türme in Hamburg, Stuttgart und Dresden basieren auf architektonischen Grundlagen von Prof. Leonhardt der diese entwickelt hat. Es ist also grundsätzlich davon auszugehen, dass auch die Lösungsansätze für diese drei Bauwerke als vergleichbar anzusehen sind.

Bild: Peter Johannes

9 Gedanken zu „Dissens zur Machbarkeitsstudie

  1. Lieber Fernsehturm Dresden e.V.,

    zum Dissenz vom 4.8.2017 bezüglich der Machbarkeitsstudie möchte ich nachfolgende Punkte zu Bedenken geben:

    – Sie gehen davon aus, dass die Machbarkeitsstudie eine Plattformgröße von 1.500 m² zur Rechengrundlage macht. M.E. stimmt dies nicht. Vielmehr benennt die Machbarkeitsstudie als Größe für die Aussichtsplattform die von Ihnen benannten 150 m². Die 1.500 m² in der Anlage zur Machbarkeitsstudie beinhaltet neben der Plattform auch die Außenfassade des Fernsehturms „Turmsanierung/Plattform (69 Pers.)“ – siehe auch Seite 16 der Studie.
    – Die Restaurantgröße wird von Ihnen mit 225 m² angegeben. Sie werfen den Autoren der Machbarkeitsstudie vor, dass diese fälschlicherweise von 800 m² ausgehen. Hier besteht m.E. ebenfalls ein Irrtum. Das Restaurant mag eine Fläche von 225 m² aufweisen. Die Anlage zur Studie benennt aber die Restaurantfläche einschließlich aller Nebenflächen als Grundlage für die Berechnung. Bei einem Durchmesser von 15,5 m² des Turms in Höhe des Restaurants und mehreren Etagen, sollten eigentlich mehr als 225 m² herauskommen.

    Ich habe die anderen Punkte des Dissenz nicht geprüft, ich empfehle aber dringend alle Aussagen noch einmal zu überprüfen.

    MfG JR

    1. Der nächste Punkt des Dissens wurde nun auch widerlegt. Das Cafe war nicht denkmalgeschützt und daher durfte der Fernsehturm entkernt werden (http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Fernsehturm-Turmcafe-ist-nicht-denkmalgeschuetzt). Im Moment gehe ich davon aus, dass die im Dissens dargelegten „Fakten“ nicht glaubhaft sind. Wenn eine öffentliche Diskussion über die Wiedereröffnung des Fernsehturms für Besucher geführt werden soll, sollte dies mit belastbaren Fakten erfolgen. Der Fernsehturm Dresden e.V. scheint hierzu nicht in der Lage zu sein. Gern können Sie mich hier aber korrigieren.

      MfG JR

      1. Hallo Herr Reimann,

        in der Antwort zur Anfrage heißt es: „Geschützt seien „Fernsehturm mit Ausstattung und Eingangshalle einschließlich Terrasse…““ Das Café würde man vom Grundverständnis her dann doch zur Rubrik „Ausstattung“ zählen dürfen. Vor allem schon allein deswegen, weil die Ausstattung des Cafés durch die Hellerauer Werkstätten gefertigt wurde. Hier sehen wir als Verein durchaus Diskussionsbedarf. So eindeutig, wie es dem Zeitungsartikel eventuell zu entnehmen ist, scheint die Angelegenheit aus unserer Sicht nicht.

    2. Hallo Herr Reimann,

      rein rechnerisch kommen 188,6m² pro Kaffeeetage heraus, also insgesamt 377m². Das ist die Bruttofläche, davon müssen sämtliche Außen-und Trennwände abgezogen werden, Treppenaufgänge und evtl. der Aufzugsbereich. Je nachdem was man als Nettofläche definiert, können u.U. auch die Toiletten und der Küchenbereich abgezogen werden. Wahrscheinlich liegen 225m² näher an der Realität als die 800m² der Machbarkeitsstudie. Aber natürlich sind die aufgeführten Positionen auch bei Bedarf zu besprechen.

      1. Hallo RC,

        vielen Dank für die Reaktion. Ihre Ausführungen kann ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen. Auf Seite 16 der Machbarkeitsstudie wird ganz eindeutig formuliert: „Die Fläche des Restaurantbereiches mit allen Nebenflächen beträgt etwa 800 m².“ Es wird also die Fläche des Restaurants – nicht nur des Gastraums – mit allen dazugehörenden weiteren Flächen einbezogen.

        Wenn man Ihre Berechnung zugrunde legt, scheint der Fernsehturmverein ein zweistöckiges Cafe im Fernsehturm ohne Treppen, ohne Küche, ohne Trennwände, ohne Toiletten und ohne Lagerräume zu wünschen. Ich befürchte, dass dies kein sehr erfolgreiches Cafe sein wird.

        Die zwei Etagen des Restaurants umfassen 377 m². Hier müssen Sie nicht alle möglichen Flächen (allenfalls die Aufzüge) abziehen, sondern alle Flächen, die sich nicht auf diesen beiden Etagen mit dem Gastbereich gehören, aufaddieren. Das Restaurant befindet sich in der 13. und 14. Etage des Fernsehturms, die Küche zum Beispiel jedoch nicht. Daher muss hier mindestens eine dritte Etage eingeplant werden, ggf. sogar mehr. Ich gehe davon aus, dass die 800 m² sehr viel näher an der Realität sind, als die hier zugrunde gelegten 225 m².

        MfG JR

        1. Hallo Herr Reimann,

          danke für ihre Anmerkungen! Eventuell sollten die einzelnen inhaltlichen Schwerpunkte einmal direkt besprochen werden. Dazu sind Sie herzlich eingeladen, sich über den Verein mit Herrn Klaus Martin in Verbindung zu setzen. Wir sind immer für neue Sichtweisen und regen Gedankenaustausch offen.

          Fernsehturm Dresden e.V.

          1. Hallo RC,

            viele Dank für das Angebot. Allerdings werde ich dies ablehnen. Zum einen handelt es sich bei den von mir vorgetragenen Punkten um Fakten und nicht um neue Sichtweisen. Zum anderen verstehe ich nicht, warum eine öffentliche Kritik an einer veröffentlichten Machbarkeitsstudie nicht auch öffentlich diskutiert werden sollte, insbesondere dann, wenn es Planungen für einen Bürgerentscheid gibt. Weiterhin gehe ich davon aus, dass Herr Klaus Martin – ich nehme an, es handelt sich hier um den Planer des ursprünglichen Fernsehturmrestaurants – ohne weiteres meine Argumente hier bestätigen oder widerlegen kann.

            MfG JR

          2. Hallo Herr Reimann,

            eventuell haben Sie da etwas falsch verstanden an meiner Antwort. Mit meiner Einladung zur direkten Besprechung sollte nicht der Inhalt der Disskussion aus der Öffentlichkeit verbannt werden. Nach meiner Ansicht als Redakteur der Website vermag ich es nur leider nicht, die Punkte ausreichend und inhaltlich korrekt mit Ihnen hier zu klären. Die Anhaltspunkte in meiner vorherigen Antwort habe ich aus dem Verein von einem Ingenieur an die Hand bekommen und weitergereicht.
            Und selbstverständlich handelt es sich bei Fakten dennoch meist um Fakten aus einer jeweiligen Sichtweise. Diese direkt zu besprechen wäre eventuell sehr lohnenswert – für uns als Verein und oder für Sie. Am ENde kommt etwas sinnvolles dabei heraus, was die Gemeinschaft weiter bringt. Die Öffentlichkeit sollte dabei aus Sicht des Fernsehturm Dresden e.V. immer gewahrt bleiben.

            Mit freundlichen Grüßen
            Fernsehturm Dresden e.V.

  2. Hallo RC,

    ich werde dennoch das Angebot ablehnen. Ich kann durchaus verstehen, dass Sie als Redakteur dieser Website die angesprochenen Punkte nicht klären können. Allerdings gibt es bei dem Fernsehturmverein genügend Mitglieder, die dies können. Und ob zu einem Restaurant eine Küche oder auch Toiletten gehören, ist nicht die Frage einer persönlichen Sichtweise, auch nicht von Fakten aus einer jeweiligen Sichtweise. Diese Dinge gehören zwingend zu einem Restaurant und sind daher auch bei der Einrichtung eines Restaurants mit zu kalkulieren.

    Für mich ist die Diskussion beendet, da ich die Argumente meinerseits deutlich genug vorgebracht habe, ohne dass hier im Wesentlichen stichhaltige Gegenargumente kamen. Anscheinend besteht nicht wirklich der Wille beim Fernsehturmverein, die eigene Position zu überdenken. Diese Bereich ist eventuell auch nicht der richtige, um eine solche Diskussion zu führen. Allerdings wäre es richtig, wenn der Fernsehturmverein seinen veröffentlichten Dissens zurückzieht und überarbeitet. Kritik an der Machbarkeitsstudie ist legitim. Sie sollte sich aber auf Kritikwürdiges beschränken.

    MfG JR

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